Aus für Wasserstofffabrik in Heide: Weitere Illusion der „Energiewende“ zerplatzt

Abschied mit Ansage: Nach dreijähriger Planungszeit steht fest: Die Wasserstofffabrik in Dithmarschen wird nicht gebaut. Als Grund werden „zu hohe Baukosten“ angeführt, doch das dürfte nur die halbe Wahrheit sein. Denn schon bei meinem Besuch als Landtagsabgeordneter vor vier Jahren erzählten mir leitende Angestellte von der Aussichtslosigkeit des Unterfangens. Zwar sei technisch Vieles möglich, doch daß Wasserstoff in großen Mengen produziert, gelagert und transportiert werden könne – und das noch zu marktgerechten Preisen – das sei doch sehr unwahrscheinlich. Dazu wissen alle Fachleute, daß die Energieausbeute bei der Gewinnung von Wasserstoff sehr gering ist, da die Produktion bis zu 70 Prozent der eingesetzten Energie verschlingt. Die Landesregierung unter dem damaligen Umweltminister Habeck machte die Milchmädchenrechnung auf, die überschüssige Windenergie einzusetzen, statt sie abzuregeln. Doch wenn kein Wind weht, nützt das alles nichts, solange es keine effizienten Speicher gibt.

Mit dem Ende des Pilotprojektes in Hemmingstedt bei Heide zerbröselt ein weiterer Baustein der herbeigeredeten „Energiewende“, die bisher nur zu Rekordstrompreisen, teuren Abgaben und neuen Auflagen geführt hat. Daß der grüne Nachfolger Habecks im Amt weiter auf Wasserstoff setzt, obwohl die Konsortialprtner von „H 2 Westküste“ klipp und klar davon abraten, zeigt einmal mehr die Weltfremdheit und ideologisch motivierte Verbissenheit der Öko-Sozialisten. Hemmingstedt sollte auch ihnen eine Lehre sein, daß eine „Energiewende“ nicht erzwungen werden kann, wenn die Gesetze von Technik und Marktwirtschaft dagegenstehen.

Volker Schnurrbusch
Wirtschaftspolitischer Sprecher der AfD Schleswig-Holstein

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