Bürger zahlen wieder Unsummen für Phantomstrom

Laut den gestern von der Bundesnetzagentur vorgelegten Zahlen sind die Entschädigungszahlungen für das Zwangsabschalten von Windrädern in Schleswig-Holstein mit 332 Millionen Euro unverändert auf hohem Niveau. Deutschlandweit erreichten sie sogar mit 761 Millionen Euro einen neuen Rekord.

Der Vorsitzende der AfD-Gruppe im Kieler Landtag, Jörg Nobis, plädiert für eine Abschaffung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG). „332 Millionen Euro wurden vom Land Schleswig-Holstein an die Stromversorger gezahlt – für Strom, der gar nicht produziert wurde.“

Denn die Netzkapazität reiche nicht aus, um den hier produzierten Windstrom abzutransportieren. „Wenn bei entsprechenden Windverhältnissen also mehr Windstrom erzeugt wird, als das Netz transportieren kann, werden die Windkrafträder abgeschaltet. Der nicht erzeugte Windstrom – sogenannter Phantomstrom – wird jedoch den Betreiberfirmen aufgrund des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) trotzdem vergütet. Diese völlig sinnbefreiten Entschädigungszahlungen für nicht gelieferten Strom fließen in die EEG-Umlage ein und führen mit dazu, dass die Bürger in Deutschland mittlerweile die höchsten Strompreise in Europa bezahlen. Zusätzlich zur EEG-Umlage belasten hohe Netzentgelte die Verbraucher. Diese steigen ständig, da das Stromnetz für die Windräder immer weiter ausgebaut werden muss.“

„Mit dem energiepolitischen Wahnsinn, die Stromkunden für nicht produzierten Windstrom zur Kasse zu bitten, muss endlich Schluss sein! Das EEG muss abgeschafft werden und die sogenannte ‚Energiewende‘ ebenfalls. Viele Bürger können ihre Stromrechnung schon jetzt nicht mehr bezahlen. Das Land braucht einen ausgeglichenen Energiemix, der Versorgungssicherheit und Strom zu erschwinglichen und stabilen Preisen ermöglicht. Jeder weitere Windkraftausbau an Land verbietet sich nicht nur wegen der irrwitzigen Summen für Phantomstrom und Netzausbau, sondern auch weil Mensch und Natur unter den Effekten der Windkraftanlagen bereits heute massiv leiden.“

Quelle: Jörg Nobis

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