Deutschland verkommt zur internationalen Nullnummer!

Für deutsche Politiker muss es fast grotesk erscheinen, dass der amerikanische Präsident Donald Trump tatsächlich das umsetzt, was er im Wahlkampf versprochen hat: nämlich einen radikalen Kurswechsel zugunsten seines eigenen Landes.

Zugegeben, dieser Wandel liegt nicht im Interesse Deutschlands oder der Europäischen Union. Trumps „America First“-Politik ist nicht darauf ausgelegt, internationale Partnerschaften zu fördern, sondern vielmehr nationale Vorteile zu sichern – auch auf Kosten langjähriger Verbündeter. Doch das politische Säbelrasseln, das sich seit seinem Amtsantritt zwischen Deutschland bzw. der EU und den USA entwickelt hat, zeigt vor allem eines: Deutschland hat bislang kaum konkrete Schritte unternommen, um das belastete Verhältnis zu den Vereinigten Staaten zu entspannen. Im Gegenteil: Bereits während des US-Wahlkampfs kam es vonseiten deutscher Politiker immer wieder zu scharfer Kritik, teils sogar zu persönlichen Beleidigungen gegen Trump.

Warum also sollte Donald Trump nun ein Interesse daran haben, im Sinne Europas oder Deutschlands zu handeln? Warum sollte er sich kooperationsbereit zeigen, wenn er von Beginn an aus europäischen Hauptstädten mit Misstrauen und Ablehnung konfrontiert wurde? Aus seiner Sicht geht es nicht darum, das internationale Gleichgewicht zu wahren, sondern darum, seinem Wählerklientel konkrete Erfolge zu liefern.

Dass Trump seine Wahlversprechen ernst nimmt, zeigt sich unter anderem daran, wie entschlossen er sein Vorhaben, die Grenzen zu sichern, umgesetzt hat. Die illegale Migration in die USA ist auf ein historisches Tief gesunken – ein Erfolg, den viele seiner Anhänger als Beweis seiner Entschlossenheit sehen. Auch in anderen Bereichen – etwa beim Rückzug aus internationalen Klimaabkommen oder bei der Neuverhandlung von Handelsabkommen – hat Trump deutlich gemacht, dass er bereit ist, alte Bündnisse infrage zu stellen, wenn er darin Nachteile für sein Land erkennt.

Gerade deshalb ist es wichtig, in der Handelspolitik keine weitere Eskalation herbeizuführen. Wer wirtschaftlichen Wohlstand anstrebt, sollte im Handelskonflikt mit den USA nicht auf Konfrontation, sondern auf einen konstruktiven Dialog setzen. Zölle und Gegenzölle schaden beiden Seiten – der exportorientierten deutschen Wirtschaft ebenso wie amerikanischen Unternehmen, die auf hochwertige Maschinen oder Konsumgüter aus Europa angewiesen sind.

Es ist an der Zeit, politische Eitelkeiten beiseitezulegen und sachorientierte Gespräche zu führen. Denn auch wenn man Trumps Stil ablehnen mag, bleibt er doch Präsident der Vereinigten Staaten – einem der wichtigsten Partner Deutschlands. Diplomatie bedeutet nicht Zustimmung, sondern Dialogfähigkeit. Und dieser Dialog ist dringender denn je.

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