Das Bildungsniveau in Schleswig-Holstein wird wieder einmal herabgesetzt

Diesmal betrifft es den Deutschunterricht, der durch die Abschaffung der Fehlerquotienten bei Aufsätzen nicht mehr das Verhältnis zwischen Rechtschreibfehlern und der Anzahl der Wörter berücksichtigen soll. Außerdem werden künftig in allen Klassenstufen bei Erörterungen und Inhaltsangaben in Klausuren nicht mehr die inhaltliche und sprachliche Qualität, sondern die „Verstehens- und Darstellungsleistung“ bewertet.

Dieser Schritt im Bildungssystem ist vor allem eines: ein fatales Zeichen in Richtung Leistungsgesellschaft und Ansporn für Kinder und Jugendliche.

Bereits seit Jahren werden die Anforderungen im Bildungssektor herabgesetzt. Noten und Leistungen stehen schon lange nicht mehr im Mittelpunkt. Wohin dies führt, konnte man treffend anhand der letzten PISA-Studie sehen, bei der die Schüler in unserem Land das bisher schlechteste Ergebnis aller Zeiten erzielten. Auch andere Studien belegen, dass Grammatik und Rechtschreibung im Vergleich zu den 80er Jahren deutlich schlechter geworden sind.

Nun erneut den Anspruch an die Schüler zu senken, ist aber beispielhaft für die Politik in unserem Land. Statt Missstände zu verbessern, werden Standards und Hürden gesenkt. Verargumentiert wird dieser Umstand dann damit, dass andere Bundesländer diesen Schritt ja schon längst gegangen seien. Wenn einer von der Brücke springt, soll nach Ansicht der angeblichen „Bildungsexperten“ sowie auch dem Bildungsministerium in Schleswig-Holstein hinterhergesprungen und nicht gegengehalten werden.

Anstatt eine Gesellschaft nach dem Leistungsprinzip aufzubauen, wird Nichtarbeit durch das neue Bürgergeld belohnt, während Steuern und Abgaben für die arbeitende Bevölkerung immer weiter erhöht werden. Leistung ist nicht wünschenswert und wird schon fast als „diskriminierend“ verworfen. Dekadenz im Endstadium.

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