Tarnen, Täuschen und Tricksen bei der Corona-Statistik

Die SHZ berichtete Anfang der Woche verwirrende Zahlen zu Impfdurchbrüchen in den schleswig-holsteinischen Kreisen, die regional unterschiedlich veröffentlicht werden. Das Durcheinander um die tatsächlichen Zahlen von Impfdurchbrüchen, also Erkrankungen trotz Impfschutzes, hat, laut dem AfD-Landtagsabgeordneten Claus Schaffer, System: „Nicht nur, dass die Veröffentlichungen zur Corona-Lage in den Kreisen und Städten höchst unterschiedlich gehandhabt wurden, lässt aufhorchen, auch die plötzlichen Änderungen oder Weglassungen in der Darstellung der Zahlen sind auffällig.“

So wurden in der Hansestadt Lübeck vor dem 12. November 2021 tagesaktuell die Zahlen geimpfter und ungeimpfter `aktiver Erkrankter` aufgelistet. Hierbei machten die geimpften Erkrankten stets eine klare Mehrheit aus, was nach Ansicht bekannter Virologen wie Prof. Streeck auch völlig normal sei. Danach wechselte man zur `Inzidenz` bei infizierten Geimpften und Ungeimpften, und schon passten die (angesichts der Bevölkerungsanteile zu erwartenden) vielfach höheren Inzidenzen bei Ungeimpften wieder ins gängige Narrativ einer `Pandemie der Ungeimpften`. Rechnet man diese auch bei aktuellen Zahlen wieder zurück in die tatsächlichen Infektionsmeldungen, machen geimpfte Personen weiterhin einen erheblichen Anteil am Infektionsgeschehen aus.

Im Sozialausschuss des Landtags musste der Staatssekretär des Sozialministeriums einräumen, dass in den Kalenderwochen 44/45 geimpfte und ungeimpfte Covid19-Fälle zu exakt gleichen Teilen Krankenhäuser und Intensivstationen belegten. Aktuelle Zahlen dazu, wer mit welchem Impfstatus zurzeit mit Corona in unseren Krankenhäusern und Intensivstationen des Landes behandelt wird, sind öffentlich nicht auffindbar. Und obwohl seit März 2021 mehrfach öffentlich der große Anteil an Migranten unter den hospitalisierten Corona-Fällen thematisiert wurde, gibt sich das Sozialministerium noch immer unwissend, verweist aber auf `erhebliche Bemühungen` um in anderen Kulturkreisen ein Verständnis für Corona-Maßnahmen zu erwirken.

In Bayern und Hamburg wurden unterdessen bei Hospitalisierungen die überwiegend nicht

bekannten Daten zum Impfstatus mal eben den „Ungeimpften“ zugeschrieben. Hierzulande wird von der Politik schlicht ignoriert, dass z. B. die Intensivstationen zwar stark belastet sind, der Anteil an Covid19-Fällen mit aktuell 8% daran aber nur marginal ist. Belastete Intensivpfleger und eine angeblich drohende Triage werden stets mit ungeimpften Corona-Fällen in einen Zusammenhang gestellt, der mehr mit Panikmache als mit der Realität zu tun hat.

Dabei wäre es so einfach, der Impfung einen gewissen Schutz gegen schwere Krankheitsverläufe ebenso zuzugestehen, wie die auch zweifellos von Geimpften ausgehende Infektionsgefahr. Entsprechende Erkenntnisse liegen vor und werden durch internationale Datenreihen bestätigt. Die Menschen können diese Wahrheit ertragen, und vielleicht gelingt es uns dann auch, die Spaltung der Gesellschaft zurückzudrängen. Dann wäre allerdings die Sinnhaftigkeit einer 2G-Regelung mit der einhergehenden Ausgrenzung Ungeimpfter ebenso vom Tisch, wie eine Impfpflicht für Berufsgruppen oder die Allgemeinheit. Das ist offenbar nicht das Ziel der gegenwärtigen Corona-Politik. Deshalb bleiben Tarnen, Täuschen und Tricksen die Mittel der Wahl.

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