Schleswig-Holstein hat den teuersten Strom

Schleswig-Holsteiner zahlen mehr für Strom, als die Bewohner aller anderen Bundesländer – als Folge der sogenannten Energiewende. Weil speziell in Schleswig-Holstein besonders viel Strom aus Erneuerbaren Energien produziert wird, werden auch besonders viele Stromleitungen gebaut – mit der Folge, dass die Umlage und die Netzentgelte im Norden um 20% höher ausfallen, als in anderen Bundesländern. Dies bestätigte Netzbetreiber SH Netz gerade gegenüber dem NDR. Neben dem Netzentgelt hat sich auch der Preis für CO2-Zertifikate laut Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft in den vergangenen 24 Monaten mehr als verdoppelt.

Der Aufsichtsratsvorsitzende von SH Netz, Matthias Boxberger, sagte gegenüber dem NDR, dass die Verbraucher in Schleswig-Holstein die Zeche dafür zahlen, dass „wir Vorreiter bei der Energie-Wende sind”. Er forderte Maßnahmen für eine gerechtere Verteilung der Kosten und ein Umdenken der Politik. Stromkunden in besonders Energiewende-relevanten Regionen müssten entlastet werden. Auch Schleswig-Holsteins Wirtschaftsminister Bernd Buchholz muss einräumen: „Das Land, das am meisten [Strom aus Erneuerbarer Energie] produziert, müsste eigentlich die günstigsten Strompreise haben – haben wir aber nicht.“ Und er fügt hinzu: “Klimawandel zum Nulltarif gibt es nicht.”

Neben anderen Abgaben, Produktionskosten und Netzentgelten ist auch die EEG-Umlage ein wesentlicher Bestandteil der Stromrechnung. Die AfD fordert seit Jahren die Abschaffung dieser Umlage, der CO2-Besteuerung, und eine Abkehr von der Energiewende. Bei den schleswig-holsteinischen Landtagswahlen 2022 könnte der Wähler in sieben Monaten mit einer Stimme für die AfD seiner Forderung nach niedrigeren Energiepreisen in seinem Bundesland Nachdruck verleihen.


Energiewende | Klimawandel
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