Weitere Umfrage sieht AfD in Schleswig-Holstein bei 6%

Mit Infratest-dimap sieht ein weiteres Umfrageinstitut innerhalb der letzten zehn Tage die AfD in Schleswig-Holstein bei 6%, nachdem bereits Insa diesen Stand Mitte Mai veröffentlicht hatte. Die neue Umfrage wurde vom 21. bis 26. Mai vom NDR in Auftrag gegeben. Ein Jahr vor der Landtagswahl sieht somit vieles nach einem Wiedereinzug der Alternative für Deutschland mit einem ähnlichen Kräfteverhältnis aus, wie im Mai 2017. Damals erreichte die AfD 5,9% und zog mit fünf Abgeordneten erstmals in Kiel ein. Beim Zufriedenheitswert konnte sich außerdem der Vorsitzende der AfD-Gruppe im Landtag, Jörg Nobis, seit April 2018 um 4 Punkte auf immerhin 11% steigern.

Bei den anderen Parteien ist zu beobachten, dass die Grünen (27%) im Gegensatz zur Insa-Prognose vom 19. Mai wieder hinter die CDU (28%) von Daniel Günther zurückfielen. Dies bestätigen mehrere Prognosen im Bundestrend. Eingezogen war die CDU vor vier Jahren in Kiel allerdings noch mit 32%. Laut Infratest verzeichnet außerdem die SPD erhebliche Verluste, und fällt mit 15% erheblich stärker, als dies Insa mit 21% prognostiziert hatte. Ebenso wie die AfD, hält die FDP ihren ungefähren Stand der letzten Landtagswahl.

Da sich im Bundestagswahlkampf der plötzliche Zugewinn der Grünen als Strohfeuer herausstellt, und sich unter aktiver Mithilfe der desolaten Auftritte ihrer Spitzenkandidatin ihre Werte bereits wieder talwärts bewegen, kann auch in Schleswig-Holstein noch von weiteren Veränderungen in den Kräfteverhältnissen ausgegangen werden. Auch mit einer Verbesserung der Umfragewerte für die AfD kann dabei durchaus gerechnet werden. Das Online-Umfrageinstitut Civey sieht die AfD in Schleswig-Holstein derzeit sogar bei 6-7%.

Aktuell regieren CDU, Grüne und FDP in einem sogenannten Jamaika-Bündnis. Auf Basis der aktuellen Werte könnten Ministerpräsident Daniel Günther in 2022 auf die FDP als Koalitionspartner verzichten, und mit den Grünen allein regieren.

Eine solche Regierung ohne bürgerliches Korrektiv würde als Opposition eine starke AfD dringend benötigen.

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