Solidarität in Deutschland

Das Hauptgeschäft unserer Regierung besteht seit beinahe zwei Jahrzehnten darin, dem deutschen Volk keine Identität zuzubilligen und jede Anwandlung von nationaler Gemeinschaft und damit Solidarität der Bürger untereinander zu verhindern.

Man muss die politisch Verantwortlichen aller Farben ob ihrer Anstandslosigkeit und ihrer unglaublichen Frechheit eigentlich bewundern.

Sie maßregeln alle, die Deutschland und die deutsche Flagge hochhalten, sie kämpfen auf Schritt und Tritt gegen alle nationale Symbolik, die sie durch ein nationenfreies Bekenntnis zu einem europäischen Staat ersetzen möchten.

Sie lassen es geschehen, dass die nationalen Grenzen geöffnet werden, um Deutschland so schnell und unumkehrbar wie möglich der Islamisierung auszuliefern, und nehmen dabei auch Morde an deutschen Mitbürgern in Kauf, ohne eine Miene dabei zu verziehen oder ein Bedauern kund zu tun. Und sie importieren einen neuen Antisemitismus. Wer hätte das auch nur gedacht?

Was in der Regel an der Regierungspraxis zumeist übersehen wird, ist ihr kontinuierlich zunehmendes Streben nach einer zentralen, ja zentralistischen Steuerung à la DDR. Zentralismus bedeutet stets wenig Mitsprache, Politik über die Köpfe der Bürger hinweg und Spaltung der auf Verflechtung und Gegenseitigkeit zielenden gesellschaftlichen Kräfte.

Verantwortlich für dieses famose Sündenregister ist das Kartell der vereinigten Parteien und der zahlreichen Gruppierungen in Gesellschaft, Wirtschaft und Staat, die sich gerne Eliten nennen und die alle ihr Scherflein beigetragen haben und noch beitragen, den zentralistischen Staat in Brüssel zu schaffen. Wer sie kritisiert, ist schon sozial tot, bevor er es selbst weiß.

Doch nun plötzlich entdeckt man die Solidarität unter den Menschen, nicht innerhalb der EU, nein überraschenderweise im Nationalstaat: Unisono wird heute in den Medien verkündet, wie sehr die Corona-Epidemie den Gemeinsinn in Deutschland gestärkt und vorangebracht hat. Auch die gegenseitige Hilfe bei den Überschwemmungen und die Anteilnahme der Bevölkerung angesichts der Todesopfer sind auf einmal Zeichen einer großen nationalen Solidarität, von EU ist nicht die Rede.

Den durch die Fluten völlig überraschten Bürgern könnte die EU freilich mit Milliarden aus ihrem sogenannten “Wiederaufbaufond” helfen, schließlich sind ihre Häuser doch wieder auf-zu-bauen. Aber hat es ein Angebot oder eine Zusage der Kommissionspräsidentin oder irgendeiner anderen Person aus der EU dazu gegeben? Nein!

Oder hat etwa irgendjemand aus der Bundesregierung erklärt, dass sie für diesen „Wiederaufbaufond“ nicht die volle Summe bereitstellen werden, weil sie mit dem Geld der eigenen Bevölkerung helfen müssen, ihre Häuser wieder aufzubauen. Nein! Wäre das nicht ihre Pflicht gewesen?

Unsere Regierung denkt lieber in großen abstrakten europäischen Dimensionen, statt an die eigene Bevölkerung. Nun hört man aus dem Überschwemmungsgebiet, dass es die ersten Selbstmorde gegeben haben soll. Wird das unsere Regierung aufwecken?

Aber es gibt- man sollte es eigentlich gar nicht glauben – doch noch eine in tiefen Schichten des Menschseins und im täglichen Leben verankerte Solidarität und gegenseitige Hilfe – Himmel weit entfernt von jeder politischen Steuerung und über Staatengrenzen hinweg. Darauf kann man sich verlassen und konnte es auch wieder bei den Fluten in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen.

Schweigt das Volk, schweigt die Nation? Ja, es scheint so. Eine noch so machtvolle Opposition gegen diese unsägliche Politik lohnt sich offenbar nicht. Aber es gibt unter der Oberfläche verborgen in unserer Gesellschaft Entwicklungen von längerer Dauer, stärker und ehrlicher als all das, was sich die Nomenklatura ausdenkt, um die eigene Herrschaft zu sichern. Große Veränderungen bedürfen einer längeren Phase des Wachstums.