Ministerpräsident Günther fährt in die verkehrte Richtung

Zwei Reisende sitzen im Zug. Der eine, ein alter Mann, fängt nach der ersten Station an zu jammern. Bei jeder Station wird das Jammern lauter. Genervt fragt der andere Reisende, warum er bei jeder Station lauter jammere. Der alte Mann entgegnet, er wolle doch in die andere Richtung fahren und mit jeder Station würde der Abstand zu seinem Reiseziel größer werden.

So geht es unseren Politikern, aber sie jammern nicht. Sie fahren in die verkehrte Richtung und, anstatt die Notbremse zu ziehen und umzukehren, fahren sie immer weiter und forcieren auch noch das Tempo. Es ist an der Zeit, den Rückwärtsgang einzulegen!

Sie kennen sicher, wie beruhigend es ist, am Meer spazieren zu gehen. Die Wellen rauschen. Eine Welle folgt der nächsten. Nur sehr selten ist das Meer spiegelglatt. Was hat das mit der Coronapandemie zu tun?

Die Bürger Deutschlands leiden still unter den Einschränkungen ihrer Grundrechte. Politiker bezeichnen Grundrechte inzwischen als Privilegien. Ob Geimpfte ihre Grundrechte zurückbekommen, sei zweifelhaft, solange nicht klar sei, ob Geimpfte andere noch anstecken können. Wenn genügend Impfstoff für alle vorhanden sei, könne man über eine Rückkehr zu den Grundrechten diskutieren. Wann wird das sein? Wo bleibt der Aufschrei der Bevölkerung? Sind alle irgendwann den Regierenden dankbar, wenn wenigstens normale Familienbesuche erlaubt werden?

Der Ministerpräsident Schleswig-Holsteins hat mit einem Expertengremium einen Lockerungsplan erarbeitet, der für ganz Deutschland gelten könne, meldet die Welt1. Anhand von Inzidenzwerten werden verschiedene Stufen auf dem Weg zum normalen gesellschaftlichen Leben beschrieben. Wer die beratenden Experten waren, welche Qualifikation sie hatten, wird dem Leser nicht mitgeteilt.

Das Expertengremium hat vier Stufen der Rückkehr zur Normalität entwickelt und Inzidenzen festgelegt. Wenn der Inzidenzwert der jeweiligen Stufe 14 Tage stabil bleibt, sind Lockerungen möglich. Als Referenzwerte für Lockerungen werden die Inzidenzwerte 100, 50 und 35 festgelegt, recht willkürlich, aber immerhin. Gibt es Studien, die belegen, dass Gaststätten oder Friseurläden Coronabrutstätten sind? Gibt es keine anderen Lösungen?

Unter Inzidenz versteht man in der Epidemiologie die Zahl der Neuerkrankungen pro 100000 Menschen, in diesem Fall ist die 7-Tage-Inzidenz gemeint. Diese Zahl soll das Infektionsgeschehen regional vergleichbar machen. Sie sagt aus, wie viele Menschen einer Region in sieben Tagen neu erkrankt sind, und wird auf 100000 Einwohner bezogen. Dazu zählt man alle Neuinfektionen einer Woche, teilt durch die Einwohnerzahl der Region und multipliziert mit 100000.

Der Immunzustand, Vorerkrankungen und die Altersstruktur sind für die Covid-19 und die Lockerung der unverhältnismäßigen Maßnahmen anscheinend unwesentlich. Stattdessen stellt sich nach wie vor die Frage, wer eigentlich als infiziert gilt und mit welchem Test das festgelegt wird. Kann bei einem Erkältungsvirus die Inzidenz jemals gen Null gehen? Das bisherige Tohuwabohu bei der Fallzahlermittlung lässt keine tagesaktuellen Zahlen zu. Wie soll da der Günther‘sche Plan funktionieren?

Günther verkauft uns alten Wein in neuen Schläuchen. Es ist die alte Strategie, die keinen Erfolg brachte. Sie ist nur neu verpackt. Bei dieser Art der Strategie wird der Lockdown nie enden. Im Sommer wird es wohl eine Zeit geben, bei der der Inzidenzwert unter 35 liegen wird. Damit bin ich wieder am Meer. Eine Welle folgt der nächsten. Im Sommer wird es eine kurze Zeit geben, da ist die See spiegelglatt. Aber bereits bei aufkommendem Wind werden die Wellen wieder größer. Wollen wir so leben? Selbsternannte Experten, wie Bill Gates, warnen bereits vor den nächsten Pandemien. Das ist inzwischen ein Geschäftsmodell.

Was also ist mit dem Test, der zu den Inzidenzwerten führt? Ein positiver PCR-Test gibt keinen Aufschluss über eine Infektion oder Erkrankung, sondern beweist lediglich das Vorhandensein minimaler Teile des Erbguts des SARS-CoV2. Auch bei Massentestungen hat ein positiver PCR-Test bei nichterkrankten symptomlosen Menschen keinerlei Aussagekraft. Ihn mit einer Infektion bzw. Erkrankung gleichzusetzen ist nach dem Infektionsschutzgesetz nicht zulässig. Diese Menschen sind nicht krank und dürfen in der Statistik nicht hinzugezählt werden. Der PCR-Test – so eingesetzt – dient allem Anschein nach nur dazu, Angst und Panik zu verbreiten und die gegenwärtigen Grundrechtseinschränkungen zu rechtfertigten. Auf so gewonnenen Zahlen fußende Verordnungen sind rechtswidrig.

Wir fordern valide Zahlen. Ehrliche Testauswertungen, das heißt, es werden nur kranke Menschen erfasst. Die PCR-Teste und ihre Ct-Werte2 (Die WHO fordert neuerdings, dass der Ct-Wert maximal 30 betragen darf.) müssen genormt werden. Sonst wird diese Pandemie nie enden. Helfen könnte etwa, die Zahl der hospitalisierten Kranken zu berücksichtigen. Die Gesundheitsämter wären dann auch wieder leistungsfähig und könnten die Infektionsketten nachverfolgen.

Der Regulierungswahn muss enden! Die Lösung ist ganz einfach: Der Landesfachausschuss Gesundheit der AfD schlägt den Schutz der Risikogruppen und die Beachtung der Hygienevorschriften vor. Dann wird sich eine normale Immunität aufbauen und die Bürger unseres Landes können wieder leben. Anderenfalls wird unser Land ein großes Gefängnis werden. Der Lockdown hat nicht funktioniert. Selbst die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat das inzwischen bestätigt.

1 https://www.welt.de/politik/deutschland/article225084551/Corona-Guenthers-Lockerungsplan-als-Blaupause-fuer-Deutschland.html?cid=onsite.onsitesearch

2 https://www.rnd.de/gesundheit/corona-test-positiv-aber-nicht-ansteckend-was-bedeutet-der-ct-wert-T24MONDJMNHSDGF5HNQYGVL2LU.html