Linksextreme Hausübernahmen stoppen!

Bilder von groß angelegten Polizeirazzien in der Rigaer Straße in Berlin oder der sogenannten “Roten Flora” im Schanzenviertel von Hamburg dürften jedem geläufig sein. Sie sind Ausdruck einer erfolgreichen Übernahme von Wohnraum durch Linksextremisten, die sich zum Ziel setzen, Privatbesitz langfristig abzuschaffen und Immobilienbesitzer zu enteignen. Oft ist es für den Staat aussichtslos, Herr der Lage zu werden – und Hauseigentümer müssen ihre Immobilie gänzlich aufgeben.

Wer meint, dass diese Phänomene fernab der eigenen Haustür liegen, mag aber irren – denn diese Form der linksextremen Aneignung von Wohnraum hat deutschlandweit System – und folgt nicht immer den Weg der Illegalität. Ein Beispiel dafür ist das sogenannte “Mietshäuser Syndikat”. Das 1999 in Freiburg gegründete Projekt hat es sich zum Ziel gemacht, Immobilien anzueignen, damit diese dem Immobilienmarkt entzogen werden und die Bewohner ihren Traum eines “selbstorganisierten Hausprojektes” verwirklichen können – frei von hohen Mietpreisen. Ursprünglich auf leerstehende Häuser fixiert, hat man sich offenbar dahingehend umorientiert, dass man Mietshäuser ihren Eigentümern entreißen soll – und zwar mit Geld. Da sie die Mittel aus eigenem Antrieb nicht stemmen können/wollen, bitten die Anhänger um Direktkredite, die zur Finanzierung der Wohnprojekte dienen sollen – ganz ohne das Bankwesen. Hauptsache, alles frei von “Kredithaien” oder “Immobilienspekulanten”. Stiftung Warentest warnt bereits seit 2015 vor derartigen “sozialen” Anlagen: wenig Rendite und im Insolvenzfall ist das Geld futsch. Die dem freien Markt entzogenen Häuser sollen dann nur noch den “eigenen Leuten” zur Verfügung stehen. Ein Nährboden für Linksextremismus mitten in der eigenen Nachbarschaft.

Mittlerweile 171 solcher “Syndikatsprojekte” soll es in Deutschland geben. Mindestens eines davon befindet sich auch in Kiel. Die sogenannte “Wilde 13 eV” in der Wilhelminenstraße in Kiel-Damperhof ist ein Beispiel dafür. Mit dem Mietshäuser Syndikat zum Vorbild haben sich in den letzten drei Jahren dort mehr als 10 Personen – zumeist mit linksextremer Vita – zusammengefunden, um ihren Traum zu verwirklichen: ein linksalternatives Wohnprojekt frei von Verwaltung oder Mietzwang.

Wie sich ein solches Wohnprojekt im Viertel macht, kann man oft schon an der Hausfassade erkennen: Schmierereien und Sticker mit eindeutigen, linksextremen Parolen wie “Ich liebe Volkstod” oder “All Cops Are Bastards” geben einen Vorgeschmack auf das, was im Laufe der Jahre mit einer erfolgreich übernommenen Immobilie geschieht.

Was dagegen unternommen werden kann? Derartige Übernahmen sind gewollt ein schleichender Prozess. Vorbei am Wissen des Eigentümers. Ihn darüber zu informieren, dass Mieter eine feindliche Übernahme planen und vor dubiosen Kaufangeboten zu warnen, kann der erste Schritt sein, um Zustände wie in der Rigaer Straße oder der Roten Flora langfristig zu unterbinden.