FRÖHLICHE PFINGSTEN! Ja, aber warum???

Ein Meinungsbeitrag von Hasso W. A. Füsslein

Von vier Verkäuferinnen (von jung bis alt; von hübsch bis hässlich, beim Erdbeerstand, Aldi, Edeka und Bäcker) hat niemand gewusst, warum wir Pfingsten feiern.

Überraschend ist das nicht. Nur etwa die Hälfte der Deutschen kennt die Bedeutung des Pfingstfestes. Das ist Zweckoptimismus. Die Wahrheit sieht vermutlich viel schlimmer aus. Rotgrün hat es geschafft, dass die Grundschüler die Missionarsstellung kennen, aber nichts mit dem Pfingstfest anfangen können. Karl Marx würde jubeln. „Religion als das Opium für das Volk“ ist längst durch ganz andere Drogen abgelöst. Cannabis statt Christus.

Pfingsten ist das Fest der AfD-Anhänger. Wer kann mit reinerem Herzen singen „Oh komm, du Geist der Wahrheit, und kehre bei uns ein, verbreite Licht und Klarheit  verbanne Trug und Schein.“ (Evangelisches Kirchengesangbuch 136). Das ist inhaltlich Teil des AfD-Parteiprogramms, der sich in der Forderung „Mut zur Wahrheit“ manifestiert. Verantwortungsethisch ausgedrückt heisst das nicht, dass irgendeine Gruppe im Besitz der Wahrheit ist. Es geht um die Wahrheits-SUCHE, und die ist ein Weg, an dessen Ende Erkenntnis steht. Wenn sich unser Staatsfernsehen an dieser Wahrheitssuche durch eine paritätische Teilnahme aller Parteien im Bundestag (oder den Landtagen) beteiligen würde, der Streit um die GEZ nähme nicht diese Schärfe an.

„Unglaub und Torheit brüsten / sich frecher jetzt als je / Darum musst du uns rüsten / mit Waffen aus der Höh.“

Angesichts der Corona-Krise und der damit einhergehenden Verschwörungstheorien spürt man, wie sich „Unglaub und Torheit“ brüsten. Die „Waffen aus der Höh“ dagegen sind aber nicht Bombergeschwader und Killer-Drohnen, sondern reine Herzen, für die „die Freiheit der Andersdenkenden“ keine hohle Phrase ist und die sich deshalb unermüdlich für den Dialog einsetzen.

„Es gilt ein frei Geständnis / in dieser unsrer Zeit, /

Ein offenes Bekenntnis / bei allem Widerstreit.“

Genau das wünschen wir uns: Den Mut der Bürger zu einem „frei Geständnis“. Und eine Gesellschaft, in der niemand um seine berufliche und soziale Stellung fürchten muss, wenn eine geäusserte Meinung nicht der PC entspricht.

Diesen politischen Kampf führt die AfD allein und wird dafür mit VS-Überwachung bedroht. Die „Christ – Demokraten“ wären natürliche Verbündete, wenn sie „das Christliche“ nicht längst abgelehnt und „Demokratie“ nicht als Ausgrenzung auffassen würden. Mit einer solchen Führung (um nicht Establishment zu sagen), die lieber mit den LINKEN kooperiert und gegen alle selbstgefassten Beschlüsse eine Links-Extremistin zur Verfassungsrichterin wählt, wird es keine Zusammenarbeit geben. Erst wenn grössere Teile der CDU vom Geist der Wahrheit erfasst sind und Mut für „ein offenes Bekenntnis“ finden, wird sich die DDR 2.0 noch verhindern lassen.

In diesem Sinne: Fröhliche Pfingsten!

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