Ehrenamt: Richtige und falsche Unterstützung

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Die Lübecker Bürgerschaft hat beschlossen, dem Verein ePunkt e.V. jährlich 63.000 EUR zu zahlen. [1] Der Verein soll damit eine Koordinierungsstelle „Ehrenamt und Bürgerengagement“ betreiben.

Nur die AfD Fraktion stimmte dagegen. Die Finanzierung erfolgt durch Kürzungen bei anderen Vereinen.

Dazu erklärt David Jenniches, der Vorsitzende der AfD Fraktion in der Lübecker Bürgerschaft: „Der Verein ePunkt e.V. bietet nach eigenen Angaben Lübecker Vereinen, Trägern und Ehrenamtlichen Informationen, Beratung und Fortbildung sowie Hilfe bei der Gewinnung von Engagierten.

ePunkt ist seit zehn Jahren aktiv. Nach zehn Jahren Tätigkeit findet sich kein einziger Verein oder Träger, der für das Angebot von ePunkt freiwillig zahlen will. Der Verein ist nicht in der Lage, auch nur einen kleinen Teil seiner Kosten durch eigene Einnahmen zu decken. Das überrascht. Von Ratgeberbüchern bis hin zu Rechtsanwälten, Steuer- und Organisationsberatern gibt es eine Fülle kostenpflichtiger Angebote.
Bedarf und Zahlungsbereitschaft sind also da. Das ePunkt Angebot ist aber ein Ladenhüter.“

„In der gleichen Sitzung, in der die Bürgerschaft jährlich 63.000 EUR für den ePunkt lockermachte, beschloss sie auch einen einmaligen Zuschuss von 25.200 EUR an den 1. FC Phönix Lübeck e.V.. [2]
Der Zuschuss dient dem Ausbau des Stadions Buniamshof. Voraussetzung: Eigenanteil des Vereins von 10.000 EUR. Dieser Eigenanteil ist wichtig, damit der Verein sich auf das Nötige beschränkt und kostenbewusst baut.

Dieser sinnvollen Maßnahme mit angemessenem Eigenanteil haben wir gern zugestimmt. Die 100% Finanzierung des ePunkts für Leistungen, die niemand wirklich braucht,
lehnen wir dagegen ab,“ schließt David Jenniches.

[1] VO/2020/08575
[2] VO/2020/08652

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