Bruno Hollnagel kritisiert EZB-Politik

Auf dem Stammtischtreffen des KV Stormarn am 12. Oktober informierte der Bundestagsabgeordnete Dr. Bruno Hollnagel die Mitglieder mit einem Vortrag über die Politik der Europäischen Zentralbank (EZB). Diese zerstöre laut Hollnagel regelrecht unsere Zukunft.

Entgegen den eigentlichen Aufgaben der EZB, insbesondere der Preisstabilisierung und der Verwaltung von Währungen, arbeite die Institution daran, Länder vor dem Konkurs zu bewahren, und Preise zu diktieren. Daher habe auch bereits das Bundesverfassungsgericht mit Urteil vom 5. Mai 2020 befunden, dass die Politik der EZB verhältnismäßig sein, und sie die Folgen ihres Tuns bedenken müsse.

Tatsächlich betreibe die EZB laut Hollnagel ein Zinsdiktat und ein Anleihekaufprogramm gigantischen Ausmaßes von mittlerweile 3.5 Bio. Euro. Dies drücke die Zinsen weit unterhalb des natürlichen Marktzinses. Der Zins verliere damit seine Kapital lenkende Wirkung, und es leide die gesamtwirtschaftliche Effizienz.

Negativzinsen bezeichnete Hollnagel als „Irrsinn“. Sie seien nicht marktwirtschaftlich, sondern ein massiver Eingriff in den Markt, und eine verdeckte Vermögensabgabe. Niedrige Zinsen würden Staaten generell zum sorglosen Umgang mit Geld verleiten, jedoch würde von den Bürgern oft vergessen, dass wir alle dafür haften.

Hollnagel kritisierte, dass die Präsidenten der EZB alles tun würden, und bereits getan haben, um den Euro zu stützen, und kommentierte dies mit: „Dies hat bereits viel gekostet, und wird uns noch sehr viel mehr kosten.“

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