Gereon Bollmann moniert Nichtbeteiligung der AfD an Koalitionsverhandlungen

In einem offenen Brief bedankte sich der schleswig-holsteinische AfD-Bundestagskandidat Gereon Bollmann am Montag bei seinen Wählern und den Parteimitgliedern gleichermaßen für das entgegengebrachte Vertrauen, ihn in den Bundestag zu wählen. Nachdem die AfD in Schleswig-Holstein bei den Wahlen zum 20. Deutschen Bundestag auf 6,8% kam, sowie bundesweit auf 10,3%, wird der 68 Jahre alte pensionierte Richter Stand der Dinge von Listenplatz 2 in den Bundestag einziehen – zusammen mit dem Spitzenkandidaten Uwe Witt, der dort bereits seit vier Jahren Abgeordneter ist.

Gereon Bollmann, der vor seiner Pensionierung 20 Jahre am Oberlandesgericht in Schleswig als Richter tätig war, bedankte sich in seinem Schreiben bei allen für den „unermüdlichen Einsatz“ in einem „harten Wahlkampf“. Das Wahlergebnis der AfD betrachtet Bollmann mit gemischten Gefühlen. Zwar könne es für Deutschland „zufrieden stellen“, und die Fraktion werde mit 83 Mitgliedern weiterhin stark sein. Ganz glücklich mache ihn das Ergebnis dennoch nicht, denn die Kräfteverhältnisse hätten sich „dramatisch verändert“ und er gehe von einer Kanzlerschaft von Olaf Scholz aus.

Gereon Bollmann war bereits vergangene Woche durch den tragischen Tod des schleswig-holsteinischen AfD-Bundestagsabgeordneten Prof. Dr. Axel Gehrke von seinem alten Listenplatz 3 (aus 2017) zur kurzfristigen Überbrückung in den Bundestag nachgerückt. Als sehr spät eingestiegener Abgeordneter der alten Wahlperiode wird Bollmann trotzdem noch unmittelbar an den Sitzungen der alten Landesgruppe Nord teilnehmen, sowie am Mittwoch an der Schlusssitzung der alten AfD-Bundestagsfraktion, die in kürze durch die gerade neu gewählte ersetzt wird, der er ebenfalls angehören wird.

(FW)

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