AfD liegt in Schleswig-Holstein bei 6 Prozent

Laut einer aktuellen Umfrage des Instituts INSA vom 25. November 2020 liegt die AfD in Schleswig-Holstein bei 6 Prozent. Dieser Wert entspricht ungefähr dem AfD-Ergebnis bei der letzten Landtagswahl. Damals, am 7. Mai 2017, kam die AfD auf 5,9 Prozent, und konnte dadurch, und mithilfe eines Überhangmandates, mit 5 Abgeordneten in den Kieler Landtag einziehen. Die Umfrage bezieht sich auf die Landtagswahl 2022, nicht auf das potenzielle Ergebnis der AfD in Schleswig-Holstein bei der zunächst anstehenden Bundestagswahl, die gerade terminlich für den 26. September 2021 festgelegt wurde. Bei der Bundestagswahl liegen die Stimmenanteile der Nord-AfD typischerweise höher.

So wählten bei der letzten Bundestagswahl 8,2 Prozent der Schleswig-Holsteiner die AfD, während das Bundesergebnis der AfD 12,6 Prozent waren.

In der INSA-Umfrage zur Landtagswahl kommen bei den anderen Parteien die CDU auf 33 Prozent, die SPD auf 20 Prozent, die Grünen auf 24 Prozent, und die FDP auf 8 Prozent. Die Linkspartei wäre mit 3 Prozent weiterhin nicht im Landtag vertreten. Im Vergleich zu ihrem Ergebnis bei der letzten Landtagswahl konnten die Grünen ihr damaliges Ergebnis (12%) verdoppeln, und zogen diese Stimmenanteile augenscheinlich von SPD, FDP und Linkspartei ab, während CDU und AfD konstant blieben.

Die AfD liegt seit ihrer Parteigründung in Schleswig-Holstein in den unterschiedlichen Umfragen bei 5-7 Prozent. Nur bei einer gemeinsamen und einmaligen Umfrage der Zeitungen Lübecker Nachrichten und Kieler Nachrichten im April 2016 kam die AfD auf 9 Prozent.

Die Zahl der AfD-Abgeordneten in Kiel reduzierte sich inzwischen nach dem Parteiausschluss einer Abgeordneten, und dem Parteiaustritt eines weiteren Abgeordneten, von fünf auf drei. Diese drei gründeten nach der Aufhebung des Fraktionsstatus eine Gruppe.

Während Umfragen zur Bundestagswahl, und zur Wahl in anderen Bundesländern, teilweise monatlich oder häufiger erfolgen, wurde zuletzt nur etwa einmal im Jahr eine Umfrage für Schleswig-Holstein veröffentlicht. INSA-Umfragen erfolgen im Auftrag der Bildzeitung.

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