DDR-Methoden: Bildungsministerium will Meldeportal für Maskengegner

Das Bildungsministerium stachelt die Schulleiter in Schleswig-Holstein dazu an, sogenannte Maskenpflichtgegner unter den Schulkindern zu erfassen. Schüler, die wiederholt gegen die Maskenpflicht verstoßen, und deren Eltern grundsätzlich gegen die Maskenpflicht sind, sollen gezählt und die gesammelten Daten an das Ministerium weitergeleitet werden. Der bildungspolitische Sprecher der AfD-Fraktion im Landtag, Dr. Frank Brodehl, fühlt sich dabei an DDR-Zeiten erinnert:

„Das Anschreiben an die Schulleiter erweckt den Eindruck, als wolle das Bildungsministerium eine Art Meldeportal für Maskengegner einführen: Schüler, die wiederholt gegen die Maskenpflicht verstoßen und deren Eltern grundsätzlich gegen die Maskenpflicht sind, sollen gezählt und die gesammelten Daten digital an das Ministerium weitergeleitet werden. Das wirft diverse Fragen auf, insbesondere die, welchem Zweck die zentrale Erfassung aller Fälle dient, in denen sich Schüler und Eltern nachhaltig gegen die Maskenpflicht positionieren.”

Interessant sei auch, zu erfahren, wie die Schulleiter an die Information gelangen sollen, ob Eltern die Maskenpflicht an Schulen grundsätzlich ablehnen. “Sollen die Lehrer ihre Schüler dazu entsprechend befragen? Eine solche Praxis würde mich daran erinnern, dass Kinder in der DDR dereinst befragt wurden, auf welcher Seite des Sprechers der abendlichen Nachrichtensendung die Mikrophone platziert waren. So wollte man damals herausfinden, ob die Eltern Westfernsehen schauen.”

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