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Über 15 Millionen Menschen sprechen Zuhause kein Deutsch!

Sprache ist mehr als Kommunikation. Sie ist kulturelles Fundament, politisches Bindemittel und Voraussetzung demokratischer Teilhabe. Wenn aktuelle Zahlen zeigen, dass ein erheblicher Teil der Haushalte mit Einwanderungsgeschichte im Alltag überwiegend nicht Deutsch spricht, dann ist das eine Katastrophe.

Ein Gemeinwesen funktioniert nur, wenn es eine gemeinsame Verständigungsbasis besitzt. Wo diese Grundlage schwindet, entsteht Fragmentierung. Parallelmilieus verfestigen sich, soziale Räume entkoppeln sich voneinander, öffentliche Debatten verlieren ihre Reichweite. Integration ist kein bloßer Verwaltungsakt, sondern ein kultureller Prozess – und Sprache ist sein Kern.

Dass auch Jahrzehnte nach Beginn größerer Zuwanderungsbewegungen erhebliche Teile der Alltagskommunikation außerhalb der deutschen Sprache stattfinden, wirft eine unangenehme Frage auf: Haben wir Integration ernsthaft eingefordert – oder nur verwaltet? Wer dauerhaft hier lebt, arbeitet und politische Rechte beansprucht, muss die Sprache des Landes beherrschen.

Eine Politik, die kulturelle Selbstverständlichkeit scheut und jede Anforderung als Zumutung diffamiert, produziert keine Vielfalt, sondern Vereinzelung. Integration braucht klare Erwartungen, verbindliche Maßstäbe und die Bereitschaft, kulturelle Leitlinien zu formulieren.

Deutschland verliert seine Sprache nicht schleichend – es verliert sie dort, wo der Staat aufhört, sie als Voraussetzung des Zusammenlebens zu verteidigen.