Die Bundeswehr wächst in den kommenden Jahren personell, und sie rüstet auf. Beinahe täglich berichten TV, Online-Portale und Zeitungen darüber.
Als Mitglied des Verteidigungsausschusses im Deutschen Bundestag verfolge ich diese Berichte mit einem besonderen Augenmerk. Verwundert nahm ich jetzt einen Artikel im Fach-Portal „Defence-Network“ zur Kenntnis, wonach die Tiefschlagfähigkeit der Streitkräfte verbessert werden soll, also die Fähigkeit, Ziele weit hinter der Front zu treffen.
Der Autor beruft sich auf das Onlinemedium „Politico“, das wiederum „Zugang zu internen Unterlagen des deutschen Verteidigungsministeriums erhalten“ habe. Wie ist das möglich?
Trotz freier Presse und Medienzeitalter verstehe ich nicht, wieso Journalisten Einblicke in derart sensible Unterlagen gewährt werden. Der AfD-Fraktion muss niemand mehr vorwerfen, sie würde Russland sicherheitsrelevante Informationen verraten. Dafür sorgt das SPD-geführte Verteidigungsministerium offenbar selbst.