Die nächste systematische Ressourcenvernichtung im hohen Norden: Fast eine Million Euro für einen Wasserstoff-Müllwagen in Neumünster, der nach zwei Jahren kaum fuhr und nun für weitere 220.000 Euro auf Batterie umgebaut wird. Die Altparteien predigten Aufbruch, subventionierten die Produktion und hofften, die Nachfrage käme schon irgendwie. Doch sie kam nicht. Ein klares Marktsignal: Wasserstoff ist zu teuer, zu verlustreich und für den Müllwagen schlicht ungeeignet.
Während bei der E-Mobilität mit Zwang und Prämien künstlich Nachfrage erzeugt wurde, blieb beim Wasserstoff der Realitätscheck aus. Mutige Kommunen wurden zu Vorreitern erklärt und endeten als Gelackmeierte. Der Vergleich mit der frühen Windkraft hinkt: Dort gab es irgendwann Skaleneffekte und vor allem bis heute: Unmengen an Subventionen. Hier fehlt bis heute der Nachweis der Wettbewerbsfähigkeit jenseits von Nischen.
Was bleibt, ist die nächste Runde Hoffnung auf noch größere Anlagen und noch mehr Förderung. So sieht kein Fortschritt aus, sondern die Weigerung, Physik und Ökonomie der Ideologie unterzuordnen.