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Quo vadis, Joachim Gauck?

Ich wuchs in Rostock unweit der Kirche auf, in der Joachim Gauck zu Zeiten des Sozialismus gegen die damalige SED-Regierung gepredigt hatte. Auch wenn ich erst nach der Wende geboren wurde, waren dieser Mensch und sein Engagement doch ein Teil meiner Gymnasialzeit in Rostock. Auch nachdem es meine Familie in den Westen verschlagen hatte, wurde Joachim Gauck während meiner Schulzeit zum Säulenheiligen der Demokratie und Freiheit erhoben.

Bürgerrechte und Freiheit?

Dieser Mann, der sich gegen die allmächtig scheinende Staatssicherheit aufgelehnt hat. Der den Weg in Richtung Westen und Marktwirtschaft geöffnet haben soll – was macht er nun?

Er zeigt ein anderes Gesicht. Er schlägt der Union vor, mit der Linkspartei zu koalieren, um die Brandmauer weiter zu festigen. Die Linke ist die Nachfolgepartei der SED, jener Partei, die an der Grenze Menschen hat erschießen lassen und sich mit Bespitzelung und Zersetzung die Macht sicherte. Er spuckt allen Mauertoten und den ehemaligen Verfolgten des Sozialismus damit buchstäblich vor die Füße. 

Und warum? 

Vielleicht, um sich und der Union die Privilegien zu erhalten, die ihm den Ruhestand verschönern. Oder hegt er vielleicht auch den Wunsch nach Autokratie? Wir wissen es nicht.

Welchen Weg möchten Sie gehen, Herr Gauck? 

Anscheinend nicht den Weg zu Freiheit, Frieden und wirtschaftlichem Erfolg, denn diesen Weg kann man nur noch mit der Alternative für Deutschland beschreiten.