Die neuesten Zahlen zur Grundsicherung im Alter sind ein deutliches Warnsignal für unser Land. Im Dezember 2025 bezogen rund 764.000 Menschen diese Leistung – etwa 200.000 mehr als noch im Jahr 2020. Immer mehr Menschen, die ein Leben lang gearbeitet haben, können im Alter nicht von ihrer Rente leben. Das ist eine Frage der Gerechtigkeit und der politischen Verantwortung.
Besonders auffällig ist dabei die Entwicklung beim Anteil ausländischer Leistungsbezieher. Während die Zahl der deutschen Empfänger seit 2020 um rund 19 % gestiegen ist, hat sie sich bei ausländischen Beziehern um etwa 81 % erhöht. Dieser überproportionale Anstieg verändert die Struktur des Systems spürbar und wirft Fragen nach der langfristigen Tragfähigkeit und Fairness auf.
Ein Sozialstaat muss helfen – das steht außer Frage. Aber er muss auch gerecht bleiben. Wer jahrzehntelang gearbeitet und in dieses System eingezahlt hat, muss sich darauf verlassen können, im Alter abgesichert zu sein. Gleichzeitig braucht es klare Regeln und Erwartungen an diejenigen, die neu in unser Land kommen.
Deshalb muss jetzt gehandelt werden: Wir brauchen eine bessere Absicherung für langjährig Versicherte, eine konsequente Integration in Arbeit statt dauerhafter Abhängigkeit und ein klares Vorgehen gegen Fehlanreize. Nur wenn Leistung und Unterstützung wieder in ein ausgewogenes Verhältnis gebracht werden, bleibt die Akzeptanz unseres Sozialstaates erhalten.
Deutschland braucht einen Sozialstaat, der schützt – aber auch fordert. Nur so bleibt er gerecht und zukunftsfähig.