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4.950 Handwerksbetriebe melden Insolvenz an

„Handwerk hat goldenen Boden“ – dieser Satz stand lange für Stabilität und Verlässlichkeit. Doch die Realität entwickelt sich zunehmend anders. 4.950 Handwerksbetriebe mussten Insolvenz anmelden. Das sind 13,3 Prozent mehr als im Jahr zuvor.

Damit trifft die wirtschaftliche Entwicklung ausgerechnet einen Bereich, der traditionell als stabiler Teil des Mittelstands gilt. Viele Betriebe kämpfen gleichzeitig mit steigenden Kosten, wachsender Bürokratie, Fachkräftemangel und einer schwachen Konjunktur.

Für viele kleine und mittlere Unternehmen wird es immer schwieriger, unter diesen Bedingungen wirtschaftlich zu arbeiten und langfristig zu planen. Wenn selbst das Handwerk zunehmend unter Druck gerät, zeigt das, wie ernst die wirtschaftliche Lage für viele Betriebe inzwischen geworden ist.

Es braucht daher Rahmenbedingungen, die Unternehmertum stärken, Betriebe entlasten und Investitionen wieder attraktiver machen. Denn das Handwerk ist nicht nur ein Wirtschaftszweig – es ist ein zentraler Bestandteil unserer regionalen Wirtschaft und unserer Versorgung im Alltag.