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Merz fordert Grenzschutz – doch von wem eigentlich!?

Friedrich Merz steht seit fast einem Jahr als Kanzler im Amt – und sprach auf dem CDU-Parteitag am vergangenen Wochenende immer noch so, als wäre er der ewige Oppositionsführer, der erst mal laut „Grenzschutz!“ rufen muss, damit was passiert.

Das ist kein Führungsstil, sondern schlichtweg peinlich. Grenzschutz ist keine radikale Forderung, sondern staatliche Pflicht. Wer die Macht hat, setzt sie um; mit Gesetzen, Personal, Abschiebungen. Stattdessen inszeniert sich Merz als Mahner gegen die eigenen Versäumnisse. Die CDU war jahrzehntelang mit am Ruder, hat die Strukturen mitgebaut, die jetzt kollabieren – und plötzlich soll sie die rebellische Außenseiterin sein? Das kauft keiner ab.

Ein Kanzler, der wie ein Herausforderer klingt, gibt zu: Ich schaffe es nicht mal mit der Macht im Rücken. Und genau das ist das Problem, diese Mischung aus Amtsbonus und Oppositionsgehabe. Regieren heißt gestalten, nicht jammern. Alles andere ist Show.