10. Energie Klimaschutzpolitik Irrweg beenden Umwelt schützen AfD Landtagswahl Programm für Schleswig HolsteinKlimaschutzpolitik: Irrweg beenden, Umwelt schützen

Die Stromversorgung in Deutschland ist in einer desolaten Situation. Das Risiko eines Stromausfalls („Blackout“) hat eine unvertretbare Größenordnung erreicht. Die sogenannten Erneuerbaren Energien (Strom mittels Wind, Sonne, Biogas = EE-Strom) bringen naturgemäß Defizite mit sich. Dazu gehören ihre zu geringe Energiedichte, ihre Unzuverlässigkeit und ihre schlechte Regelbarkeit. Dadurch können sie die erforderliche Netzstabilität nicht leisten – im Gegensatz zu Kohle-, Gas- und Kernkraftwerken. Nur die drei Letztgenannten vermögen es, die Soll-Netzfrequenz von 50 Hertz stabil zu halten. Schon bei einer Abweichung um 0,2 Hertz von der Sollfrequenz besteht die Blackout- Gefahr. Ausgerechnet diese Kraftwerke werden mittlerweile jedoch schon abgeschaltet.

Die geplanten neuen Ferntrassen für diesen Strom dienen nicht dazu, die Versorgung  zu stabilisieren, sondern nur dazu, den zur falschen Zeit und am falschen Ort produzierten Windstrom fortzuschaffen, statt ihn einfach nicht zu produzieren. EE-Strom ist vergleichsweise um ein Vielfaches teurer und nicht bedarfsgerecht verfügbar. Die käuflich zu erwerbenden CO2-Zertifikate sollen den Strom aus Kohle, Gas und Kernkraft künstlich verknappen und zusätzlich verteuern, um dem Bürger eine fiktive Wirtschaftlichkeit des EE-Stroms vorzugaukeln. Alle drei EE-Strom-Erzeugungsarten belasten Flora, Fauna und das Landschaftsbild. Strom aus Biogas entzieht außerdem der Versorgung mit Futter- und Lebensmitteln wichtige agrarische Rohstoffe, macht sie knapper und verteuert daher auch diese Nahrungsmittel.

Das Erneuerbare-Energien-Gesetz ist nicht reformierbar

Den EE-Strom weiterhin direkt oder indirekt zu subventionieren, muss aufhören.
Das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG), weil nicht reformierbar, und die Aus-schreibungen für EE-Anlagen sind ersatzlos zu streichen, die geplanten Ferntrassen und weitere EE-Anlagen nicht mehr zu errichten, die EEG-Zahlungen für bestehende EE-Anlagen auf ihre Höhe rechtskonform zu überprüfen. Solange EE-Strom noch erzeugt wird, muss der Bürger zwischen alternativen und herkömmlichen Strom-erzeugungsarten wählen können. Eine Quersubventionierung darf nicht erfolgen.

Die sogenannte Energiewende ist zu einem gewaltigen Subventionsmonster entartet. Die Stromabnehmer müssen diese technisch desolate und unwirtschaftliche Politik mit überhöhten Strompreisen bezahlen. Derzeit ist Deutschland unter den europäischen Industrieländern mit weitem Abstand Stromkostenspitzenreiter. Die AfD will das nicht hinnehmen und sich für eine Energiepolitik der Vernunft einsetzen.

CO2-Zertifikate und den Handel mit ihnen abschaffen

Die AfD tritt dafür ein, die Klimaforschung, soweit sie lediglich auf Computer-Modellen basiert und nicht ergebnisoffen betrieben wird, nicht weiter zu fördern und die einseitige Darstellung des anthropogenen CO2 als vermeintliche Ursache von befürchteter Klimaerwärmung aufzugeben.

Die Untersuchungen einiger Institute zur langfristigen Entwicklung des Klimas aufgrund menschlicher CO2-Emissionen sind sehr unsicherheitsbehaftet, teilweise widerlegt und beruhen nur auf Computer-Modellen. Das Klima hat sich in der Erdgeschichte stets - also auch vor der Industrialisierung und ohne menschlichen Einfluss - verändert.

Zum Schutz von Mietern und Eigentümern: 
Energiesparverordnung und Erneuerbare-Energien-Wärme-Gesetz abschaffen

Die AfD tritt dafür ein, die Energieeinsparverordnung ersatzlos aufzuheben.
Allein der Bauherr oder Hauseigentümer entscheidet über Energieeinsparmaßnahmen.
Der Gesetzgeber hat hier nichts vorzuschreiben und zu begünstigen. Folglich sind die Energieausweise abzuschaffen.

Die Energieeinsparverordnung zwingt die Bauherren und Hauseigentümer zu hohen Investitionen, die unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten nicht sinnvoll sind. Selbst bei einem Betrachtungszeitraum von zehn Jahren amortisieren sich diese Investitionen meist nicht. Dämmung kann zu Schimmelbildung führen, das Haus insgesamt wird geschädigt. Oftmals führt dies zu gesundheitlichen Problemen.

Fracking: Risiken und Chancen erforschen, nicht ohne Bürgerbeteiligung

Die AfD setzt sich dafür ein, unnötige Verbote abzuschaffen und die Technik, die Vorteile und die Risiken nach den bestehenden strengen deutschen Umwelt- und Bergbaugesetzen erforschen zu lassen. Die Bevölkerung ist über die Risiken sachlich zu informieren.

Fracking ist umstritten. Bei dieser Technik werden Chemikalien unter hohem Druck in verzweigte Lagerstätten gepresst, um Gas und Öl aus tiefen Erdschichten zu gewinnen. In unserem dicht besiedelten Land birgt diese Technik Risiken für das Grundwasser. Die kurze Nutzungsdauer steht im Missverhältnis zu den möglichen Gefährdungen.

Fracking hat mit dazu geführt, dass die Preise für Erdölprodukte und Gas weltweit erheblich gesunken sind. In Schleswig–Holstein ist ein kommerzieller Einsatz des Fracking zurzeit nicht zwingend erforderlich, da reichlich Erdöl und Gas am Markt vorhanden sind. Die endgültige Entscheidung sollen die Bürger vor Ort treffen.

Erdwärmegewinnung

Die AfD verfolgt die Politik, neue Techniken zu untersuchen und zu erproben, um sie fundiert beurteilen zu können.

Die Gewinnung von Erdwärme aus großen Tiefen birgt Gefahren. Durch die Bohrungen können bisher in sich geschlossene Bodenschichten miteinander in Kontakt geraten. Daher sind vor jeder Bohrung umfangreiche Untersuchungen durchzuführen.

Bei einer großflächigen Nutzung kommt es zu einer dauerhaften Abkühlung des Bodens. Schäden an Gebäuden und Infrastruktur, ausgelöst durch Bodenbewegungen, gehören zu den Risiken.

Kernenergie: Alternativen erforschen. Bis dahin Laufzeitverlängerung

Die AfD tritt dafür ein, dass sich deutsche Forschungsinstitute an internationalen Programmen zur Entwicklung neuer kerntechnischer Anlagen für die  Stromerzeugung beteiligen. Daneben sollen auch andere Formen der Energiegewinnung wie etwa die Kernfusion weiterentwickelt werden.

Seit der „Energiewende“ wird die Forschung fast ausschließlich auf alternative Elektrizitätserzeugung beschränkt. Deutschland hat sich von der Weiterentwicklung der Kerntechnik verabschiedet und arbeitet an internationalen Programmen neuer Kernreaktoren nicht mehr mit. Dadurch wird ein wichtiges wirtschaftliches Betätigungsfeld der ausländischen Konkurrenz überlassen. Das gilt auch für den Transmutationsreaktor, mit dessen Hilfe abgebrannte Brennelemente weiter verwendet statt endgelagert werden können.