4. Bildung und Kultur Schule Hochschule und Forschung vor Ideologie schützen AfD Landtagswahl Programm für Schleswig HolsteinSchule, Hochschule und Forschung vor Ideologie schützen

Die AfD bekennt sich gem. Art. 5 Abs. 3 Grundgesetz zur Freiheit der Lehre und setzt sich für den Schutz des Bildungssystems vor ökonomischen und ideologischen Forderungen ein. Als Fundament der Schulbildung gilt der christlich-humanistische Wertekanon als tragende Säule der abendländischen Kultur. Das Ziel der Schulbildung ist die Herausbildung mündiger und berufstauglicher junger Menschen. Der Bildungsbegriff umfasst neben der Wissensvermittlung schöpferische, musische, körperliche, ästhetische Tätigkeit und die Förderung des Verstandes.

Das Bachelor-/ Mastersystem hat versagt

Die AfD fordert die Rückkehr zu den bewährten Studienabschlüssen Diplom, Magister und Staatsexamen und den entsprechenden Regularien.

Planwirtschaftliche Zielvorgaben zu Studentenzahlen, Studienerfolg und Frauenanteil lehnen wir ab. Für Studienabschlüsse darf es keine Quoten geben!

Die Bologna-Reformen sind missglückt. Keine der in sie gehegten Erwartungen wurden erfüllt. Weder wurde eine Verkürzung der Studienzeit, noch eine bessere internationale Anschlussfähigkeit erreicht. Stattdessen nahmen Verschulung und „Verfachhochschulung“ an Universitäten zu. Es gilt deshalb, die gemachten Fehler zu korrigieren und bewährte Ausbildungsgänge und Abschlüsse wieder zu ermöglichen.

“Gender-Forschung” abschaffen

Die AfD wird sich dafür einsetzen, bestehende Gender-Lehrstühle nicht neu zu besetzen und laufende Projekte nicht zu verlängern.

Die „Gender-Forschung“ erfüllt nicht die Ansprüche einer seriösen Wissenschaft.

Bildungsabschlüsse vergleichbar und gleichwertig gestalten

Es ist zwingend erforderlich, dass die Vergleichbarkeit und die Gleichwertigkeit von Bildungsabschlüssen bundesweit sichergestellt wird. Hierfür sollen deutschlandweit einheitliche Bildungsstandards und Abschlussprüfungen eingeführt werden, die sich an den Bundesländern mit dem höchsten Bildungsniveau orientieren. Dies ermöglicht und erzwingt einen Wettbewerb der verschieden Bildungssysteme.

Eigenverantwortung der Schulen stärken

Wie die bundesweit einheitlich festgelegten Bildungsziele am besten erreicht werden können, müssen die Schulen vor Ort mit Blick auf die vorherrschenden Gegebenheiten entscheiden. Die Eigenverantwortung der Schulen muss demnach im Sinne des Subsidiaritätsprinzips gefördert werden. Als ein Beispiel ist die Wahlfreiheit der Schulen zu nennen, ob diese das Abitur nach dem Modell G8 oder G9 anbieten.

Eigene schulische Lehrerfahrung von Professoren ermöglichen

Die AfD fordert, dass die in den Lehramtsstudiengängen unterrichtenden Professoren selbst mindestens fünf Jahre erfolgreich unterrichtet haben, um eine entsprechende Vermittlung aus der persönlichen Berufserfahrung heraus gewährleisten zu können.

Es ist wichtig, dass die Lehrkräfte an Hochschulen auch persönlich Erfahrungen an Schulen und im Umgang mit Schülern gesammelt haben. Diese Voraussetzung würde zwangsläufig den Blick für die tatsächliche Umsetzbarkeit der gelehrten Inhalte schärfen.

Ausbildung von Sonderschullehrkräften verstärken

Aufgrund des Mangels an Sonderschullehrern muss intensiver um entsprechende Kräfte geworben werden. Die Förderung von Weiterbildungsmaßnahmen in dem Bereich während des Studiums sowie im späteren regulären Dienst sollte auch für alle anderen Lehrkräfte deutlich ausgebaut werden.

Die bewährte Vorschule wieder einführen

Die AfD fordert die Wiedereinführung der bewährten Vorschule. Alle Kinder zwischen 5 und 6 Jahren werden spielerisch täglich von pädagogischem Personal an die Schul-inhalte herangeführt. Ziel ist die Verbesserung der sprachlichen, motorischen, musischen und sozialen Fähigkeiten. Außerdem lernen die Kinder dadurch, sich über einen längeren Zeitraum zu konzentrieren. Dies erleichtert den Schulstart und erhöht das Niveau an den Schulen insgesamt.

Die Abschaffung der Vorschule und die Verlagerung der Vorschulinhalte in die Kitas, das Verbot, Kinder noch ein Jahr zurückzustellen sowie gesellschaftliche Veränderungen (Berufstätigkeit beider Eltern, hoher Migrantenanteil, übermäßiger Medienkonsum) haben dazu geführt, dass immer mehr nicht bzw. nur teilweise beschulbare Kinder eingeschult werden, die das Lerntempo und das Lernniveau senken.

Freiwillige statt verpflichtende Ganztagschulen

Die AfD setzt sich für die sog. „Offene Ganztagsschule“ ein und lehnt die finanzielle Besserstellung von geschlossenen (verpflichtenden) gegenüber offenen (freiwilligen) Ganztagsschulen ab.

Kinder sind keine kleinen Erwachsenen und benötigen für eine ausgewogene Persönlichkeitsentwicklung Freiräume außerhalb von Schule, etwa in Sportvereinen oder Jugendgruppen. Demgemäß bilden Ganztagesschulen lediglich eine Ergänzung zum in Deutschland traditionellen Halbtagesunterricht, dem sich selbständig zu erledigende Vertiefungs- und Übungsaufgaben (z.B. in Form von Hausaufgaben) anschließen.

Kleine Schulstandorte schützen

Die AfD setzt sich nach dem Motto „Kurze Beine – kurze Wege“ für den dauerhaften Erhalt von kleineren Schulstandorten ein.

Immer mehr Schulen und Schulstandorte werden aufgrund zurückgehender Schülerzahlen aus wirtschaftlichen Überlegungen geschlossen. Hierdurch entstehen  kaum mehr zumutbar lange Schulwege und die verbliebenen Schulen werden teils überproportional groß. Besonders den Bedürfnissen von Grundschulkindern kommen hingegen kleinere, überschaubare Schulen entgegen.

Schwimmunterricht für alle Kinder im Land zwischen den Meeren

Die AfD fordert verpflichtenden Schwimmunterricht in Grund- und weiterführenden Schulen.

Den Beamtenstatus bei Lehrkräften abschaffen

Die AfD fordert langfristig die bundesweite Abschaffung des Beamtenstatus bei Lehrkräften und die Einführung von Leistungsanreizen im Schuldienst, welche durch variable Gehaltsbestandteile im Vergütungssystem geschaffen werden können.

Der Beamtenstatus kann falsche Anreize schaffen und sich negativ auf die Arbeitseinstellung auswirken. Es fehlt eine spätere Leistungskontrolle.

Eine Leistungseinforderung ist durch die nahezu garantierte Unkündbarkeit der Beamten kaum zu realisieren.

Umfangreiche Praktika vor und während des Lehramtsstudiums einführen                                                      

Viele junge Lehrer entscheiden sich für den falschen Beruf und sind den psychischen Anforderungen des Lehrerberufs nicht gewachsen.                                                                                           Um sich die mit dem Lehrberuf verbundenen Anforderungen bewusst zu machen, fordert die AfD für Lehramtsstudenten im Zuge des Studiums zu Beginn ein sechsmonatiges Pflichtpraktikum an verschiedenen Schulen und Schulformen, in dem die eigenen Fähigkeiten in dem angestrebten Berufsfeld erprobt werden.

Hierdurch kann die Eignung für die Lehrtätigkeit durch den Studenten selbst sowie durch Mentoren frühzeitig erkannt werden.

Das Leistungsprinzip stärken - Mehrgliedrigkeit gewährleisten                                                        

Die AfD setzt sich für den Erhalt der Gymnasien ein. Dem Übungs- und Leistungsprinzip der Gesellschaft ist im Schulbereich zu entsprechen. Neben Berichtszeugnissen oder Entwicklungsberichten sollen Schulen zu Notenzeugnissen ab der 3. Klasse verpflichtet werden. Zum Halbjahr des 4. Schuljahres geben die Grundschullehrkräfte eine Schulübergangsempfehlung. Bei Abweichung von der Empfehlung ist eine Probebeschulung vorgesehen. In den Gemeinschaftsschulklassen sollen in den einzelnen Fächern äußerlich differenzierte, also räumlich getrennte Leistungsklassen eingeführt werden können.

Dies garantiert eine angemessene Beschulung bezogen auf die tatsächlichen Fähigkeiten der Schüler in dem entsprechenden Fach. Gleichzeitig ermöglicht die Durchlässigkeit dieses Kurssystems den Aufstieg in leistungsstärkere Kurse und erlaubt allen Schülern den Schulabschluss nach der 9. und 10. Klasse bzw. den Übergang in die Oberstufe.

Förderschulen erhalten - Wahlfreiheit sicherstellen

Das Wohl des Kindes ist das alleinige Richtmaß jeglichen pädagogischen Handelns. Dafür steht und kämpft die Alternative für Deutschland.

Die AfD bekennt sich zum Artikel 24 der UN-Konvention für die Rechte von Menschen mit Behinderungen vom 3.5.2008. Inklusion kann jedoch nicht bedeuten, alle Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf auf Regelklassen zu verteilen.

Niemand kennt sein Kind so gut wie seine Eltern. Wir müssen allerdings feststellen, dass die bisher getroffenen Maßnahmen die Wahlfreiheit der Eltern zwischen einer integrativen Beschulung in einer Regelschule und einer Beschulung in einem Förderzentrum (Sonderschule) massiv einschränken. Die Bedürfnisse zahlreicher integrierter Kinder werden hierbei grob missachtet, da die Folgen von körperlichen, geistigen oder psychischen Beeinträchtigungen zum Teil verharmlost oder nicht in ihrer Schwere erkannt werden. Bei Eltern behinderter Kinder wird zudem die Hoffnung auf eine „Normalität“ geweckt. Doch diese Hoffnung wird schon in der Schule, spätestens aber beim Übergang in das Berufsleben enttäuscht.

Zu unterschiedliche Bedürfnisse von Schülern führen unweigerlich zur Überforderung der Lehrer.Wir sprechen uns deutlich gegen die Fortsetzung des derzeit betriebenen Ansatzes der Landesregierung zur Inklusion aus, in welchem der Qualität des gemeinsamen Lernens von Schülern mit und ohne Behinderung weniger Beachtung geschenkt wird als werbewirksamen prozentualen „Inklusions-Erfolgsquoten“. Dieser Ansatz führt zur Einschränkung des Elternwahlrechtes und sieht die Schließung oder die Umwandlung von Förderzentren in sog. „Schulen ohne Schüler“ vor. Der Rückbau der Förderzentren lässt die dort gewachsene Kompetenz verloren gehen.

Die AfD setzt sich für den Erhalt des uneingeschränkten elterlichen Wahlrechts ein, sich auch für ein Förderschulangebot entscheiden zu können – alles andere kommt einer Entmündigung der Eltern gleich. Zusätzlich befürworten wir die Einrichtung von Förderschulklassen in Gebäuden von Regelschulen. Diese bieten Kindern mit sonderpädagogischem Förderbedarf die Schutzräume, die sie benötigen, wobei gleichzeitig ein gemeinsamer Unterricht über die Klassengrenzen hinaus, wann immer sinnvoll, erteilt werden kann.

Anders als die Verfechter des aktuellen Ansatzes zur Inklusion verharmlost die AfD die Folgen einer körperlichen oder geistigen Beeinträchtigung nicht als „Teil einer be-grüßenswerten Vielfalt“, sondern erkennt die speziellen Förderbedürfnisse einer indivi-duellen Persönlichkeit ohne Wenn und Aber an. Die Aufwendungen, die notwendig sind, Menschen mit einer Behinderung das Zusammenleben in der Gesellschaft zu erleichtern, müssen gesteigert werden – Inklusion darf nicht als Alibi dafür herhalten, die Kosten im sozialen Bereich etwa durch Schulschließungen senken zu wollen. Die Wertschätzung gerade leistungsschwächerer Schüler drückt sich für die AfD vor allem darin aus, dass deren individuelle sonderpädagogische Bedürfnisse wieder stärker in den Mittelpunkt aller pädagogischen Überlegungen gerückt werden.

Hochbegabte erkennen und fördern

Die AfD setzt sich dafür ein, dass in der Lehrerausbildung ein Pflichtmodul  „Besondere Begabung und Hochbegabung“eingeführt wird. Neben der Diagnostik, bei der auch auf die unterschiedlichen Verhaltensmuster von Jungen und Mädchen eingegangen wird, soll ein Schwerpunkt auf begabungsförderndem Unterricht liegen.

Auch überdurchschnittlich begabte und hochbegabte Kinder haben ein Recht darauf, ihren Begabungen entsprechend gefördert zu werden. Die bereits bestehenden Kompetenzzentren an Grundschulen und Gymnasien müssen dafür konsequent ausgebaut werden.

Grundlage für eine gute Begabtenförderung ist eine Aus- und Weiterbildung von Lehrern und Erziehern, die diese in die Lage versetzt, begabte Schüler überhaupt zu erkennen, um sie dann gezielt fördern zu können. 

Das schulformübergreifende Springen von Klasse 3 auf 5 muss erleichtert werden. Bei nachgewiesener Begabung sollen die Gymnasien eine 4-wöchige Begutachtungspflicht haben.

Die AfD setzt sich für ein Landesgymnasium / eine Landesschule für hochbegabte Schüler ein.

Das Land Schleswig-Holstein soll hochleistenden Schülern die Möglichkeit bieten, im eigenen Land angemessen ausgebildet zu werden. Die Schule soll als Internatsbetrieb geführt werden. Den Eltern entstehen keine Kosten.Vorbild können die Landesschulen anderer Bundesländer sein.

Meisterbrief und Duales System erhalten

Die AfD setzt sich für den Erhalt der dualen Handwerkerausbildung mit entsprechenden Qualifikationsprüfungen ein.

Das duale Ausbildungssystem von Betrieb und Berufsschule wollen wir beibehalten. Es hat sich bewährt. Der deutsche Meisterbrief ist für uns wie ein Gütesiegel und soll ein Qualitätsmerkmal bleiben. Auf Landesebene soll er entgegen den Bestrebungen der EU beibehalten werden. Er sollte in fachlich und organisatorisch anspruchsvollen Bereichen weiterhin die Voraussetzung zum Führen von Handwerksbetrieben sein.

Das deutsche duale Ausbildungssystem ist ein Erfolgsmodell, welches international hohes Ansehen genießt und gestärkt werden muss. Die Verbindung aus praxisorientierter Ausbildung in den Betrieben und theoretischer Bildung in den Berufsschulen hat sich über viele Jahrzehnte bewährt und genießt eine hohe Akzeptanz in Wirtschaft und Gesellschaft. Ein Akademisierungswahn ist abzulehnen. Vielmehr sollte der Wert von beruflicher Ausbildung unterstrichen werden. Beide "Säulen" müssen wieder gleichwertig behandelt und gefördert werden.

Deutsche Kultur, Sprache und Identität erhalten

Die AfD wehrt sich gegen jede Art von Sprach-, Denk- und Meinungszensur. „Politische Korrektheit“ ist schon längst zur Politischen Kontrolle geworden, die der freien Meinungsäußerung entgegensteht und die es deshalb zu bekämpfen gilt.

Wir lehnen das Konzept der multikulturellen Gesellschaft sowie Parallelgesellschaften ab. Die AfD bekennt sich zu drei Säulen, auf denen unsere heutige Kultur fußt und die unsere kulturelle Identität bilden: die griechisch-römische Klassik, den christlichen Wertekanon, die Aufklärung.

Die deutsche Sprache als Zentrum unserer Identität

Die AfD unterstützt den Schutz und die Wertschätzung der deutschen Sprache – inklusive der Dialekte - als verbindendem Kulturgut unseres Volkes. Daher begrüßt die AfD die Förderung des Niederdeutschen im Schulunterricht.

Die AfD wehrt sich dagegen, die deutsche Sprache in Behörden und Bildungs-einrichtungen durch das Englische zu ersetzen oder durch “Genderisierung” zu verstümmeln. Formen, die der deutschen Rechtschreibung oder der Grammatik zuwiderlaufen, wie z.B. Binnen-I, Partizipformen, Sternchen usw., lehnt die AfD ab.

Die AfD setzt sich für eine stärkere Verwendung der deutschen Sprache in den Medien und der Werbung ein.

Unsere Kultur pflegen

Um Deutschlands wertvollen Beitrag zur Weltkultur zu erhalten, ist eine Grundversorgung der Bürger notwendig, die auch durch Subventionen gestützt werden kann. So setzt sich die AfD auch für den Erhalt des Landestheaters Schleswig-Holstein ein.

Die Produktion von Filmen und Fernsehsendungen ist ein wichtiger Wirtschaftsfaktor für unser Land. Daher ist die Ansiedlung von Produktionsfirmen zu fördern und Schleswig-Holstein als Drehort aktiv zu bewerben.

Kunst im öffentlichen Raum stellt eine Bereicherung dar, sollte jedoch nur nach Einbeziehung der „betroffenen“ Bürger in Auftrag gegeben werden.

Tradition und Erinnerung

Traditionspflege, „Erinnerungskultur“, Geschichtsunterricht und –studien sollen das ganze Deutschland zeigen und sich nicht aus politischen Gründen auf Ausschnitte begrenzen.

Die AfD lehnt unnötige Denkmalstürze ab. Statt Denkmäler abzutragen, die politisch nicht mehr genehm sind, sollten sie Anlass geben, über die Geschichte zu sprechen.

Bevor Straßen und Plätze umbenannt werden, sollte eine unabhängige, paritätisch besetzte Kommission eine Empfehlung vorlegen. Städte und Gemeinden lassen die Bürger verpflichtend über eine Umbenennung abstimmen.

Ein evangelischer Feiertag für den Norden

Die AfD setzt sich dafür ein, den Reformationstag auch über das Lutherjahr 2017 hinaus als gesetzlichen Feiertag einzuführen.

Andere Kulturkreise schützen

Die AfD bekennt sich zum Schutz der angestammten Minderheiten in Schleswig-Holstein und begrüßt den Dialog mit diesen anderen Kulturen.

Gerade die Pflege des friesischen und dänischen Kulturerbes sollte Anreiz sein, auch die altgermanischen Wurzeln unserer Kultur zu erforschen und zu würdigen - so, wie es Dänen und Norweger identitätsstiftend praktizieren.

Den öffentlich-rechtlichen Rundfunk reformieren

Die AfD fordert die Abschaffung der Werbung in den öffentlich-rechtlichen Fernseh- und Hörfunkprogrammen, die Abschaffung des geräteunabhängigen Rundfunkbeitrags und dessen deutliche Senkung.

Um den Rundfunk reformieren zu können, sind die Rundfunkstaatverträge zu kündigen. Langfristiges Ziel ist, die GEZ abzuschaffen und das öffentlich-rechtliche Fernsehen als Bezahlfernsehen aufzusetzen.

Die AfD fordert eine Berichterstattung, die sich nicht nach den Interessen der Parteipolitik sowie von Lobbygruppen ausrichtet, sondern nach den Interessen der Gebührenzahler.

Die AfD fordert die parteipolitische Neutralität und Staatsferne des öffentlich-rechtlichen Rundfunks, um seinen Informations- und Bildungsauftrag uneingeschränkt erfüllen zu können.

Das Internet darf kein rechtsfreier Raum sein

Das Internet als Medium der Kommunikation, Information und freien Meinungsäußerung darf abseits der Verfolgung schwerer Straftaten keinerlei staatlicher Zensur unterliegen.

Für den Jugendschutz in den sozialen Netzwerken ist das deutsche Datenschutz- u. AGB-Recht konsequent anzuwenden und die Haftungsregeln bei personenbezogenen Daten zu gewährleisten.

Personenbezogene Daten von Kindern und Jugendlichen sind kein Wirtschaftsgut. Im Sinne eines echten Jugendschutzes befürworten wir die Sperrung für bestimmte Netz-Seiten, die z.B. Pornographie und exzessive Gewalt zeigen, Terrorismus und Anleitungen zu Selbstmord oder Magersucht.

Imame im Spannungsverhältnis zu unserer Wertordnung

Die AfD bekennt sich uneingeschränkt zur Glaubens-, Gewissens- und Bekenntnisfreiheit. Sie fordert jedoch, der Religionsausübung durch die staatlichen Gesetze, die Menschenrechte und unsere Werte Schranken zu setzen. Einer islamischen Glaubenspraxis, die sich gegen die freiheitlich-demokratische Grundordnung, unsere Gesetze und gegen die christlichen und humanistischen Grundlagen unserer Kultur richtet, tritt die AfD klar entgegen.

Imame sollen in deutscher Sprache an deutschen Universitäten ausgebildet werden und unabhängig von Weisungen des islamischen Auslands und von muslimischen Verbänden, einem Zulassungsverfahren des Kultusministeriums unterliegen.

Die Finanzierung von Moscheen einschließlich ihrer Nebenkosten aus dem Ausland (z.B. DITIB, Saudi-Arabien) ist zu unterbinden.

Von aus dem islamischen Ausland entsandten Imamen geht die Gefahr rechts- und verfassungswidriger Indoktrination der Moscheebesucher aus. Die religiöse Betätigung der Imame hat sich vollständig im Rahmen der freiheitlich-demokratischen Grundordnung zu bewegen und unsere Kultur und Gesellschaft zu respektieren.

Sie darf nicht zur Bildung von Parallelgesellschaften beitragen, die wir ablehnen.