3. Familie Familien mit Kindern sind das Fundament unserer Gesellschaft AfD Landtagswahl Programm für Schleswig Holstein

Familien mit Kindern sind das Fundament unserer Gesellschaft

Die Alternative für Deutschland bekennt sich zum Leitbild der traditionellen Familie. Ehe und Familie stehen unter dem besonderen Schutz des Grundgesetzes.

In der Familie sorgen Mutter und Vater in dauerhafter gemeinsamer Verantwortung für Ihre Kinder. Diese natürliche Gemeinschaft bildet das Fundament unserer Gesellschaft. Die originären Bedürfnisse der Kinder, die Zeit und Zuwendung ihrer Eltern brauchen, stehen dabei im Mittelpunkt.

Erziehungsleistungen müssen in unserer Gesellschaft wieder stärker ideell und finanziell anerkannt werden. Es muss wieder erstrebenswert sein, eine Ehe einzugehen und Kinder liebevoll zu erziehen. In den Fällen, in denen ein Elternteil die Erziehungsleistung allein tragen muss, bedarf es besonderer Unterstützung.

Die zunehmende Übernahme der Erziehungsaufgabe durch staatliche Institutionen wie Krippen und Ganztagsschulen, die Umsetzung des Gender Mainstreaming und die generelle Betonung der Individualität untergraben die Familie als wertegebende gesellschaftliche Grundeinheit.

Nein zu staatlich verordneter Gleichmacherei und Frühsexualisierung

Die Ideologie des Gender Mainstreaming leugnet naturgegebene Unterschiede zwischen den Geschlechtern. Das klassische Rollenverständnis von Mann und Frau soll durch staatlich geförderte Umerziehungsprogramme in Kindergärten und Schulen systematisch "korrigiert" werden. Die AfD lehnt diese Geschlechterpädagogik als Eingriff in die natürliche Entwicklung unserer Kinder und in das Elternrecht auf Erziehung ab.

Die AfD setzt sich dafür ein,                        

  • die im Grundgesetz verankerte Gleichberechtigung von Mann und Frau unabhängig von der Gender-Ideologie weiter voranzutreiben.

  • Quotenregelungen, die mit der Gender-Ideologie begründet werden, abzuschaffen. Quoten sind grundsätzlich kein geeignetes Mittel, um die Gleichberechtigung von Frau und Mann zu erreichen.

  • in der Schule zu einem altersgemäßen Sexualkundeunterricht zurückzukehren, der nicht durch sog. „Sexualexperten“, sondern durch Klassen- bzw. Fachlehrer erteilt wird. Eine aus falschverstandener Toleranz gelehrte „Sexualerziehung der Vielfalt“ und die damit einhergehende Frühsexualisierung von Kindern ist zu unterbinden.

Wir fordern „Familienbeauftragte“ statt „Gleichstellungsbeauftragte“.

Familien schaffen Werte – und brauchen echte Unterstützung

Familien sind gegenüber Kinderlosen deutlich finanziell benachteiligt, wie das Verfassungsgericht bereits im Jahr 2001 bestätigt hat. Familienarmut und eine anhaltend niedrige Geburtenrate sind die Folge.

Kinder werden in Politik und Medien zunehmend als karrierehemmender Ballast dargestellt – die AfD wendet sich gegen die Stigmatisierung traditioneller Geschlechterrollen und Familienentwürfe.

Durch die spezielle Förderung von Mehrkindfamilien möchte die AfD zudem dazu ermutigen, sich für mehr Kinder zu entscheiden.

Die AfD fordert daher gezielte finanzielle Unterstützung für Familien:

  • Willkommensgeld für Neugeborene

  • Steuerfreiheit ab dem dritten Kind nach französischem Vorbild

  • Familien-Splitting als Ergänzung zum Ehegatten-Splitting

  • Darlehen für den  Erwerb von Wohneigentum

  • ein beitragsfreies letztes Kindergartenjahr

  • Landeserziehungsgeld für alle statt Krippenprämie für Einzelne

  • eine stärkere Berücksichtigung von Kinderzahl und Erziehungsleistung bei der Rente

Die AfD setzt sich ein für:

  • eine tatsächliche Wahlfreiheit der Eltern bei der Säuglings- und Kleinkinder-betreuung, die elterliche und familiennahe Betreuung durch Großeltern und Tagesmütter einschließt,

  • eine Beratung und Unterstützung z. B. zum Thema „Rückkehr in den Beruf“ für beide Elternteile,

  • Die Beendigung der massiven finanziellen Benachteiligung der Eltern, die ihre Kleinkinder selbst betreuen.

  • die Umbenennung des Ministeriums für „Soziales, Gesundheit, Wissenschaft und Gleichstellung“ in Ministerium für „Familie, Soziales, Gesundheit und Wissenschaft“.

Fürsorge für pflegebedürftige ältere Familienangehörige

Es ist Zeit, die Fürsorge für pflegebedürftige Familienangehörige in einer vertrauten familiären Umgebung zu stärken.

In Deutschland werden derzeit mehr als 70% der Pflegebedürftigen zu Hause gepflegt. Dabei sind die Pflegesätze für Pflegedienste in allen Pflegestufen doppelt so hoch wie die für eine Pflege durch Angehörige.

Die AfD möchte die finanziellen Rahmenbedingungen derart gestalten, dass sich erwachsene Kinder bewusst für die Pflege ihrer Eltern entscheiden können. Dazu müssen auch die bürokratischen Hürden bei Anträgen und hinsichtlich der Dokumentation gesenkt werden.

Privat finanzierte Pflegemodelle wie z. B. Senioren-Wohngemeinschaften, privat angestelltes Pflegepersonal oder Mehrgenerationen-Häuser sollen steuerlich besonders gefördert werden.

Alleinerziehende unterstützen

Die Anzahl Alleinerziehender mit minderjährigen Kindern nimmt in Deutschland stetig zu, obwohl dies in der Regel gravierende Nachteile für alle Beteiligten hat - insbe-sondere für die Kinder.

Die AfD setzt sich ein für:

  • ein Steuer-, Sozialversicherungs- und Rentenrecht, das die Anerkennung von Erziehungszeit berücksichtigt und damit auch Alleinerziehende und Unterhaltszahlende mit einbezieht,

  • eine Stärkung des Zusammenlebens von Vater, Mutter und Kindern durch finanzielle Hilfen und Beratung in Krisensituationen,

  • staatlich oder kirchlich organisierte Freiwilligendienste für Babysitternotdienste,

  • Beratung und Hilfe durch die von uns geforderten Familienbeauftragten.

Mutterschutzgesetz soll Mütter schützen

Die AfD kritisiert die Lockerung des Arbeitszeitgesetzes für Schwangere. Es scheint, dass hier die Interessen der Arbeitgeber vor den Schutz der Mütter und der Ungeborenen gestellt werden.