Schädliche Auswirkungen von Windkraftanlagen

Positionpapier des Landesfachausschusses 10 (LFA10)

Die medizinischen Belege für schädliche Auswirkungen auf die Gesundheit der Menschen in der Nähe von Windkraftanlagen durch Infraschall (der „stille Lärm“) sind zu dürftig und nicht hinreichend bewiesen. Der Vorwurf ist nicht glaubwürdig genug und daher angreifbar. Auch stößt man in den Einzeluntersuchungen immer wieder auf den Wunsch nach einer wirklich umfassenden Untersuchung durch eine vertrauenswürdige Institution oder durch einen allseits anerkannten Experten, aber die gibt augenscheinlich noch immer nicht. Auch ist das, was alles an Gesundheitsschäden durch WKA-Infraschall vermeintlich entsteht, allenfalls nicht abwegig, aber nach wie vor unbewiesen.

Dass Infraschall Menschen in WKA-Nähe krankmache, ist bisher nur eine Hypothese. Auf bloße Hypothesen will sich der Ausschuss lieber nicht stützen. Denn mit einer bloßen Hypothese haben wir es auch in Sachen „Klimaschutz“ und vorgebliche Erderwärmung durch anthropogenes CO2 zu tun. Die nimmt er – aus guten Gründen – auch nicht hin. Folglich will er mit der Hypothese vom krankmachenden Infraschall nicht anders verfahren. Sonst verhielte er sich widersprüchlich.

Die Frage der gesundheitlichen Schädlichkeit ist viel zu umstritten, als dass die AfD gegen die Windkraftanlagen auch mit dem Infraschall-Argument entschieden auftreten kann; sie wäre nicht glaubhaft. Ein Positionspapier zum Infraschall würde zu vage bleiben müssen. Mit Vagem kann man nicht punkten. Daher sollte die AfD auf so ein Papier verzichten. Das Verlangen, dass WKA nur weit entfernt von Wohnanlagen – mindestens nach der 10H-Regel – stehen dürfen, ist anders überzeugender zu begründen (Grundstücks- und Hausentwertung, der schlimme Anblick der Monster, der störende Schlagschatten, nächtliches Blinken).

Ohnehin hält die AfD die Energiewendepolitik mit ihren hochsubventionierten WKA für eine technische (Stichwort Energiedichte) und wirtschaftliche Fehlentscheidung von völlig unverantwortlicher Größenordnung. Argumente dafür gibt es genug. Auf die muss sich die Partei konzentrieren.

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