Was der Bundestagsbeschluss zum „Kohleausstieg“ für die Unternehmen und Bürger in Deutschland bedeutet

Fachbeitrag von Dr. Klaus Peter Krause (LFA10)

Nun müssen sie die Folgen ausbaden (Teil 1/3)
Was der Bundestagsbeschluss zum „Kohleausstieg“ für die Unternehmen und Bürger in Deutschland bedeutet – Die Abgeordneten nehmen die schweren Schäden in Kauf

Kernkraft futsch, Kohle futsch: Kernkraft bis 2022, Kohle spätestens von 2038 an. Deutschland gibt gleich zwei für seine Stromerzeugung wesentliche Energieträger auf. Besonders schlimm: Es sind die beiden tragenden Säulen für die notwendige Stromversorgung eines Industriestaates wie Deutschland – zum einen, weil sie Strom jederzeit verlässlich liefern je nach Bedarf, zum anderen, weil sie den Strom besonders preiswert erzeugen. Nach der Entscheidung von 2001 (SPD/Grüne) und 2011 (Union/SPD), die Stromerzeugung in Kernkraftwerken aufzugeben („Atomausstieg“), hat eine Bundestagsmehrheit nun neunzehn und neun Jahre später am 3. Juli obendrein den „Kohleausstieg“ beschlossen.

Was nicht zählt, sind Sachverstand und Vernunft

Sachverstand und Vernunft sagen: abwegig, von Sinnen, verrückt. Die aber zählen unter den grün-sozialistischen Fanatikern aller Altparteien nicht. Derart Törichtes kennt man sonst nur aus Schwankgeschichten wie den Schildbürgerstreichen. Aber Schilda als Tatort ist nur eine amüsante Fiktion, der Bundestag als Tatort leider nicht. Auch sitzen die Schildbürger der heutigen Realität nicht nur im Bundestag als Abgeordnete, sondern auch „da draußen im Land“ als Wähler – von der politischen Führung hemmungslos und verlogen indoktriniert, dumm gehalten und träge. Wieder einmal lassen sich die Deutschen irreführen, ausbeuten und in die nächste Verarmung führen. Nun müssen sie die Folgen ausbaden.

Diese Folgen haben es in sich, ihre schweren Schäden werden in Kauf genommen

Die Folgen sind physikalisch-technisch und naturbedingte sowie wirtschaftliche, auch individuelle finanzielle, und es sind die horrenden Subventionskosten der Schadensbeseitigungsversuche. Außerdem wird mit der Inkaufnahme dieser schweren Schäden das damit angesteuerte wahnwitzige Ziel noch nicht einmal erreicht, nämlich das „Klima“ der Erde „schützen“ zu wollen und eine in der Erdgeschichte übliche Erwärmung verhindern zu können. Das wird auch dann nicht gelingen, wenn den Strom, wie es jene Irreführer und Ausbeuter letztlich wollen, nur noch Wind, Sonne, Pflanzenvergärungsgas und Wasser liefern – vor allem Wind und Sonne. Klingt so schön, taugt aber nicht. Dass anthropogenes CO2 den Planeten aufheizt, ist nach wie vor unbewiesen, sondern nur eine Hypothese, eine Behauptung, überdies eine längst falsifizierte.

Physikalisch-technisch und naturbedingte Folgen

Es ist nun mal so: Der Wind weht und die Sonne scheint, wann sie wollen, und nicht, wann sie sollen. Ihr Strom ist wetterabhängig. Sie erzeugen daher nur Zufallsstrom, auch Wackelstrom genannt. Strom aus Windkraft und Sonnenschein ist daher unzuverlässig. Wetterabhängiger Zufallsstrom bedeutet schlechte Regelbarkeit. Mit ihm allein lässt sich die erforderliche Netzstabilität nicht sicherstellen – im Gegensatz zu Kohle-, Gas- und Kernkraftwerken. Nur diese drei Kraftwerkstypen vermögen es, die Soll-Netzfrequenz von 50 Hertz stabil zu halten. Sie sind mit ihren „Schwungmassen“ der Taktgeber für das Netz . Schon bei einer Abweichung von 0,2 Hertz von der Sollfrequenz besteht die Gefahr eines schwerwiegenden Stromausfalls. Daher ist Zufallsstrom nicht „grundlastfähig“, also nicht in der Lage, den jeweiligen Strombedarf jederzeit sicherzustellen. Wenn sämtliche Kernkraft- und Kohlekraftwerke verschwunden sind, weil mutwillig zerstört, ist die Sicherheit und Zuverlässigkeit der Versorgung mit Strom in Deutschland dahin. Die Stromverbraucher werden Stromausfälle erleben und sich daran gewöhnen müssen, wenn sie sich gegen diese zerstörerische Politik nicht endlich auflehnen.

Wirtschaftliche Folgen

Für die Stromverbraucher von Gewicht sind überwiegend jene Folgen, die sich ergeben, wenn Wind und Sonne übernehmen müssen, was bisher Kohlekraftwerke an Strom geliefert haben: Die Stromerzeugung verteuert sich noch mehr. Auch das hat technische Gründe. Der Nutzungsgrad von Wind- und Solarstrom ist zu gering. Im Durchschnitt erreichen die Anlagen nur ein Drittel ihrer Nennleistung. Das heißt: Diese „Stromfabriken“ stehen zwei Drittel eines Jahres still. Das ist Verschwendung pur. Kohlekraftwerke laufen, abgesehen von Wartungszeiten, immer. Auch haben Wind und Sonnenlicht eine viel zu geringe Energiedichte. Das bedeutet: Um sie zu nutzen, ist zwangsläufig ein riesiger Flächenbedarf nötig mit zigtausenden Windkraft- und Fotovoltaik-Anlagen. Das gilt ebenso für den Energiepflanzenanbau zur Herstellung von „Biogas“. Mehr Fläche ist kostspieliger als weniger Fläche. Das verteuert diese Stromerzeugung zusätzlich. Kohlekraftwerke benötigen bei vergleichbarer Stromleistung einen Bruchteil dieses Flächenbedarfs.

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